Arbeitsgruppe Schulkonzept - Arbeitsverzeichnis

Home

Themen

Neue Schule
PublicPrivatePartnership - PPP
Qualitätsanalyse

DO, 07.02.2008 - Treffen der AG Schulkonzept

Beim Treffen der AG Schulkonzept standen 2 Schwerpunktthemen zur Diskussion. Zum einen war dies der geplante Grundschulneubau in Lünen-Süd und zum anderen das Sportkonzept der Verwaltung.

Aus den Zeitungen hat man erfahren, dass sich die Politik auf das von der Verwaltung vorgeschlagene Alternativkonzept II einigen möchte. Dies sieht den Bau einer 3-zügigen Schule ohne Ogata vor, welche sich weiterhin im Altgebäude der Overbergschule befinden soll. Die anwesenden Mitglieder der AG waren enttäuscht, dass das Konzept der SSPL keine Berücksichtigung in den Berechnungen der ZGL gefunden hat. Bei genauerer Betrachtung der von ZGL vorgelegten Zahlen ist aufgefallen, dass wieder nur nach Standards gebaut werden soll, die mehr als 30 Jahre alt sind. Die AG der SSPL plädiert dabei an die verantwortlichen Parteien, dies zu überdenken und die einmalige Chance für eine Zukunftsschule in Lünen-Süd nicht aus den Augen zu verlieren. Letztlich werden in den nächsten Wochen wieder intensive Gespräche geführt werden müssen, um den Forderungen der SSPL sowie den Wünschen beider Schulen (Overberg und Paul-Gerhardt) gerecht zu werden.

Zu Beginn des Jahres haben Walter Jaworek und Michael Folchmann ein Gespräch mit der Schulverwaltung gehabt und darauf hingewiesen, dass die Stadtschulpflegschaft am Entscheidungsprozess um das Sportkonzept beteiligt werden möchte. Nach kurzer Diskussion hat die Verwaltung den SSPL-Vertretern die Aushändigung des neuen Entwurfes zum Sportkonzept der Stadt zugesichert. Seit dem 24.Januar ist dieser nun "auf dem Markt". Die SSPL hat allerdings keine Ausarbeitung erhalten. Die Nichtberücksichtigung soll zwar nicht überbewertet, aber auch nicht unter den Tisch gekehrt werden. Aus diesem Grunde wird noch einmal auf die Aushändigung des Entwurfes hingewiesen. Hintergrund ist u.a. auch eine gewisse Vorbereitung auf die in diesem Jahr bevorstehenden Entscheidungen.

Die AG bemängelt die weiterhin bestehende Berechnung der Halleneinheiten, obwohl man seitens der Verwaltung festgestellt hat, dass für eine vernünftige Berechnung die Stunden für den Außensport nicht mit einem 10%-igen Abzug bewertet werden dürfen. Weiter wird die Einteilung in Bezirke bemängelt, welche die unterschiedlichen Bedürfnisse von Grund- und weiterführenden Schulen in einen Topf wirft.



Vorschlag der SSPL zum Thema Grundschule Lünen-Süd

Die Stadtschulpflegschaft hat die Vorschläge der beiden großen Parteien (SPD und CDU) aufgegriffen und sich eigene Gedanken zur kommenden Grundschulsituation in Lünen-Süd gemacht. Angelehnt an das im Dezember 2006 veröffentlichte Konzept verfolgt die SSPL eine klare Linie und fordert einen Neubau mit OGATA-Räumen. Ein 4 Phasen-Modell wird dabei favorisiert.

1. Planungs- und Bauphase (2008 - Mitte 2011):
Die Paul-Gerhardt-Schule wird, trotz Ratsbeschluss, nicht im Jahre 2009 aufgegeben werden können. Ein Neubau einer Schule, der noch nicht einmal beschlossen ist - geschweige denn in Auftrag gegeben wurde - dauert mindestens 3-4 Jahre. Realistischer Zeitpunkt für die Übergabe einer neuen Grundschule in Lünen-Süd wäre somit das Schuljahr 2011/2012. Wichtig ist, dass die Kinder der PGS bis zur Umsetzung des Umzugs in die neue Schule weiterhin an der PGS beschult werden müssen. Dies sollte vom Rat der Stadt in einer Entscheidung münden, auch wenn die Zusammenlegung beider Schulen für das Jahr 2009/2010 nicht eingehalten werden kann. Wenn jetzt kein Geld da ist, dann muss das Vorhaben eines Neubaus solange warten, bis wieder Geld in der Kasse ist bzw. der Haushalt es verkraftet. Denn ein Neubau würde den Haushalt bestimmt um einiges mehr belasten. Die Planungsphase für einen Neubau darf unserer Meinung nach nicht durch die ZGL erfolgen. Wir möchten in Lünen-Süd eine Schule entstehen lassen, die nicht an den Schulraumplänen NRW aus den 70er Jahren angelehnt ist, sondern die nach neuesten pädagogischen Gesichtspunkten geplant und anschließend gebaut wird. Es müssen frühzeitig Architekten ins Boot geholt werden, die innovativ handeln und mit viel Kreativität an die Verwirklichung dieses Projektes gehen. ZGL würde nur nach Standards bauen, die wir nicht wollen. Zu den 12 Klassenräumen einer neuen Schule müssen zusätzliche Räumlichkeiten für Elternarbeit und z.B. Förderunterricht integriert werden. Die OGATA besteht aus mindestens 3 Gruppen, die einen direkten Zugang zur Grundschule haben muss und eine Mensa beinhaltet. Diese Mensa kann oder sollte dann z.B. auch für (Eltern-)Versammlungen genutzt werden können. Das Altgebäude der Overbergschule wird ab Mitte 2011 für die Erprobung eines Sozialzentrums eingerichtet. Zusätzlich werden die Freiräume auch anderen Institutionen wie Musikschule, VHS usw. zur Verfügung gestellt. Die Erprobungsphase wird auf insgesamt 2 Jahre festgelegt. Dann kann über eine ständige Einrichtung in einem Neubau diskutiert werden. Die vorhandene Toilettenanlage wird durch einen abgeschlossenen provisorischen Gang in die Overbergschule integriert, sodass dort keine Fremdnutzer auftreten können.

2. Übergangsphase 1 (Mitte 2011 - Mitte 2012):
In der ersten Übergangsphase besteht die PGS nicht mehr. Die Jahrgangsstufe 4 (aus beiden Schulen gebildet) besteht laut Schulentwicklungsplan jeweils nur aus einer Klasse mit 28 bzw. 24 Kindern. Wichtig ist dabei, dass die wechselnde PGS-Klasse im kompletten Klassenverbund wechselt, d.h. mit dem entsprechenden Lehrpersonal. Gerade in dieser Entwicklungsstufe, die den späteren Werdegang jedes einzelnen Kindes prägen soll, darf es keine Mischung geben. Erfahrungen haben gezeigt, dass neue Klassenverbünde sich erst nach ca. 3 Monaten finden. Das kann für das eine oder andere Kind zu lang sein, um den Anschluss zu finden oder zu halten und würde sich somit negativ auswirken. Die JS 2-3 würden aus beiden Schulen neu gestaltet und zu jeweils 3 Klassen nach pädagogischen Gesichtspunkten zusammengeführt. Die JS 1 ist davon nicht betroffen, da sie die erste gemeinsame Jahrgangsstufe der neuen Schule sein wird. Das Sozialzentrum (SOZE) im Altgebäude der Overbergschule besteht inzwischen auch ein Jahr. Es werden erste Gespräche geführt, die Sinn und Zweck der Einrichtung beleuchten. Änderungen werden eingebaut, um den Nutzen weiter zu erhöhen.

3. Übergangsphase 2 (Mitte 2012 - Mitte 2013):
Die neue Overbergschule ist nun in allen Jahrgangsstufen 3-zügig. Die alte Overbergschule geht in ihr letztes Jahr. Anfang 2013 werden endgültige Gespräche über Sinn und Zweck eines Sozialzentrums und weitere Nutzung durch VHS, Musikschule etc. geführt. Die Ergebnisse sind ausschlaggebend für den Bau eines Sozialzentrums in unmittelbarer Nähe der Schule (z.B. jetziges Grundstück des ehemaligen Kindergartens). Der Neubau sollte dann aber keine direkte Verbindung zur Grundschule erhalten.

4. Endphase (Mitte 2013 - Mitte 2014):
Die alte Overbergschule wird nach 110 Jahren Schuldienst dem Erdboden gleich gemacht. Das Grundstück wird verpachtet oder verkauft. Hat sich das Sozialzentrum bewährt, wird eine Pavillion mit insgesamt 5 Räumen errichtet, der z.B. Platz auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens finden könnte. Sollte das Projekt Sozialzentrum nicht eingeschlagen haben, wird von der Errichtung eines Pavillions abgesehen.
» Konzept als PDF



Dr. Littwin bei der UWG

Am 30.10.2007 besuchte der Leiter der PPP-Task Force beim Finanzministerium auf Einladung die UWG. Neben der Verwaltung und Vertretern der verschiedenen Parteien war auch der 1.Vorsitzende der SSPL, Michael Folchmann, eingeladen. Im Laufe des Nachmittags entwickelte sich ein sehr fruchtbares Gespräch, in dessen Verlauf Herr Dr. Littwin zu verstehen gab, dass PPP gerade im Bereich Schulen sehr viel bringen kann. Voraussetzung ist allerdings eine kompetente Verwaltung, die den eingeschlagenen Weg begleiten muss. Ob diese in Lünen vorhanden ist, muss man kommentarlos so stehen lassen. Herr Dr.Littwin betonte, dass viele Fehler im Bereich Methodik gemacht werden und dadurch eine falsche Wirtschaftlichkeitsberechnung das Ergebnis ist. Die Verträge müssen vernünftig ausgehandelt und ausgearbeitet werden, damit ein sinnvoller Kontrakt entstehen kann. Geeignete Investitionsvolumen liegen bei ca. 10-15 Millionen Euro. Im Bereich Schulen laufen die bereits abgeschlossenen Projekte sehr erfolgreich. Der Leiter der ZGL, Herr Dieter Kasprowiak, unterstrich, dass er weder für noch gegen PPP-Modelle sei. Er betonte allerdings, dass bei einer wirtschaftlichen Abwägung das PPP-Modell immer gewinnen wird. Auf die Frage, ob man nicht in Lünen-Süd nach diesen Richtlinien eine Schule auf den Weg bringen könnte, nickte Herr Dr. Littwin und gab zu verstehen, dass weiter Projekte einbezogen werden sollten, um auf ein geeignetes Investitionsvolumen zu kommen.



MO, 15.10.2007 - AG Schulkonzept hat getagt

Wie sieht die Prioritätenlist aus und wie sollen unsere Forderungen umgesetzt werden? Diese und andere Fragen beschäftigte die AG Schulkonzept, die jetzt am Montag, 15.10., getagt hat. Aus aktuellem Anlass wurde natürlich auch der Vorschlag der CDU-Fraktion zum Neubau einer Grundschule in Lünen-Süd ausgiebig diskutiert. Das Ergebnis soll dann zeitnah mit den betroffenen Schulpflegschaftsvorsitzenden und dem Vorstand der SSPL abgesprochen werden.

Die derzeitige Situation im Bereich der GS Horstmar-Niederaden ist weiterhin diskussionswürdig. Als Elternvertreter ist es uns sehr wichtig, dass die restlichen Klassen inklusive Klassenlehrer der Hellwegschule im kommenden Jahr vernünftig in die GS Horstmar-Niederaden integriert werden können. Voraussetzung ist natürlich, dass a) der Anbau rechtzeitig fertig wird und b) man das Schulamt des Kreises Unna von einer übernahme der Klassenleitung in die neue Schule überzeugen kann. Weiterhin muss zudem die Schulfahrtsituation für die Kinder aus Beckinghausen noch einmal aufgegriffen werden. Hier gilt, dass möglichst kein Kind Probleme bei der Anfahrt zur Schule haben darf.

Die Nikolaus-Groß Schule darf nicht zurückgebaut werden! Wichtige zusätzliche Räumlichkeiten für individuellen Unterricht würden verloren gehen. Dies ist u.a. ein Argument, warum wir uns gegen den Rückbau entscheiden. Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass die RAG großes Interesse am "Geist"-Viertel bekundet hat und dieses wieder attraktiv für Familien mit Kindern machen will. Unabhängig davon verfolgen wir weiterhin die Forderung nach einem Schulneubau im Bereich Lünen-Mitte - egal ob jetzt mit oder ohne Kinder aus der Geist!

Ein bis dato längerfristig Ziel wird die Forderung nach einer zentralen Hauptschule bleiben, die wir uns im Umfeld der jetzigen Heinrich-Bußmann-Schule vorstellen können. Da sowohl die Hauptschule Achenbach als auch die GHS Wethmar eine gewisse "Bestandsgarantie" erhalten haben, sind hier Aktivitäten zwar noch nicht nötig, sollten aber im Hinterkopf behalten werden.

Ein ganz wichtiges Thema ist auch weiterhin die Raumpflege unserer Schulen. Seitens der Stadt wurde hier in den letzten Jahren immer mehr gespart. Auch wenn die Verwaltung dies aus Kostengründen anders sieht - wir werden für unsere Schulen weiterhin vernünftige und akzeptable Reinigungsintervalle fordern.


Konzept zur Schulentwicklung in Lünen

In den vergangen Tagen beherrschte nur ein Thema die Tagespresse - die geplanten Veränderungen im Bereich der Schullandschaft. Wir wären keine Stadtschulpflegschaft, wenn wir uns nicht auch an dieser Diskussion beteiligen würden.
An allen 4 Infoveranstaltungen der Stadt waren wir vertreten und haben dem Bürgermeister kritische Fragen gestellt. Der Eindruck entstand, dass die Verwaltung auf Kosten unserer Kinder sparen will. Dieser Flyer dient dazu, Ihnen einen Überblick über unsere Vorstellungen zu geben und diese zu verinnerlichen.

"4" auf einen Streich …

... und "20" hintendran!

Unser Konzept ist radikal. Wir können und wollen vor der demografischen Entwicklung nicht die Augen verschließen. Da sind wir einer Meinung mit der Stadt. Leider zielt die Argumentation der Stadt lediglich in die Richtung "Flickschusterei". Hier ein bisschen anbauen und da ein wenig komprimieren und schon ist sie fertig - die neue Schullandschaft. Nicht mit uns. Unser Bürgermeister hat uns vorgeworfen, wir hätten keine Lösungen genannt. Die INFO-Veranstaltungen waren so konzipiert, dass nur Sachfragen zum vorgelegten Fachkonzept zugelassen waren. Die Darstellung von Alternativ-Konzepten war nicht erwünscht. Aus diesem Grunde haben wir uns dazu entschieden bis zu unserer eigenen Veranstaltung zu warten.

Flyer "Das Schulkonzept der Stadtschulpflegschaft Lünen"  » mehr